Am Anfang waren die Wanderjahre

 

Während meiner Internatszeit an der Klosterschule Schäftlarn bin ich mit dem Rucksack auf dem Rücken über die Dörfer gezogen und habe an Türen geklopft. Das, was sich dahinter verbarg, wollte ich erkunden: Trachtengewänder, Lieder, Notenschätze. Die Geschichten dazu habe ich aufbewahrt. Später ist ein Beruf daraus geworden.

In dieser Zeit habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass Menschen ihre Türen öffnen, wenn es eine Verbindung gibt zu dem, der anklopft. Verbindungen zu Menschen zu knüpfen, war immer mein tiefes Interesse. Vielleicht liegt es daran, dass als Zwillingsbruder der Beginn meines Lebens zu zweit war. Dieses Vermögen ist die Grundlage geworden für meine Arbeit als Coach.

Auf den Wanderjahren habe ich viel erfahren über Wurzeln und Gefüge. Habe gelernt, was woher kommt. Es ist diese Suche nach Wahrheit, die mich einst hat aufbrechen lassen und die mich nie losgelassen hat: den Blick zu richten auf das, was ist und in Ordnung zu fügen, was aus dem Lot geraten ist. So findet alles zusammen.

Es ist meine Herzensangelegenheit.

 
 
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